Kriegsgefahr in der Region Bahrain

Nach dem verheerenden Überall auf die saudischen Ölanlagen wächst die Kriegsgefahr in unser Region.

Wenn Sie sich die Landkarte angucken, stellen Sie fest, dass wir recht blöd liegen. Genau mittendrin! Nach Abkaik fährt man 90 Minuten mit dem Auto.

Freunde schickten uns die Bilder vom Inferno:

Abkaik Drohnen Bombardement

Die Drohnen griffen punktgenau an, so dass es keinen Personenschaden, aber riesigen Sachschaden gab und noch gibt. Fünf Millionen Barrel werden pro Tag in Saudi-Arabien weniger gefördert.
Die betroffenen Anlagen wieder herzustellen, wird wohl mehrere Monate dauern.

Wie wird sich was entwickeln? Das weiß niemand vorauszusagen, weil zu viele unberechenbare Mitspieler dabei sein. MbS, Iran und Trump ist schon eine irre Melange. Und Israel wird auch seine Interessen schützen. Es könnte richtig knallen, hoffentlich wird es verpuffen wie die letzten Krisen! Interesse an einer offen kämpferischen Auseinandersetzung hat keine der Parteien. Aber bei den Hitzköpfen kann es natürlich zu Kurzschluss-Reaktionen kommen.

Wer mehr Hintergrundwissen will, meldet sich beim Newsletter Orientexpress von Gudrun Harrer (Der Standard, Wien) an. Frau Harrer hat alles im Blick und berichtet aktuell und kenntnisreich. Sie schreibt u.a. über den Vorfall:

Image-Desaster
Für Saudi-Arabien geht es da meiner Meinung nach nicht nur um militärische Fragen und um Öl, sondern auch um den allgemeinen Imageschaden: Investoren und Touristen werden nicht, wie in der „Vision 2030“ von Kronprinz Mohammed bin Salman vorgesehen, ins Königreich strömen, wenn ein paar Drohnen reichen, um Chaos zu säen. Aber die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, es könnten auch Raketen dabei gewesen sein. Es ist auch nicht das erste Mal, dass die Huthi-Rebellen im Jemen das Nachbarland ins Visier nehmen. Aber ein Angriff dieses Ausmaßes scheint doch eine Nummer zu groß für sie zu sein.

Nur am Rande: Bahrain bewacht die Einfahrten zur Wüste, also zu den Ölförderungsanlagen, mit Militär (natürlich nicht alle, Schleichwege sind weiter offen). Nun müssen sie sich überlegen, wie sie sich gegen niedrig fliegende Drohnen schützen könnten. Da aber Bahrain so unbedeutend ist, wird hoffentlich nichts bei uns passieren. Inshallah!

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